Koloskopie

Die Darmspiegelung

Wann wird eine Darmspiegelung durchgeführt?

Eine Darmspiegelung wird aus zwei verschiedenen Gründen durchgeführt: entweder als Vorsorgentersuchung oder als so genannte kurative Untersuchung aufgrund von Beschwerden.
Die Vorsorgekoloskopie ist in Österreich seit 2007 Teil der Gesundenuntersuchung. Ab dem 50. Lebensjahr sollte alle 10 Jahre der Darm gespiegelt werden, um Polypen im Frühstadium entdecken und abtragen zu können.
Beschwerden, die eine Abklärung des Dickdarmes erfordern, reichen von Blähungen, Verstopfung, chronischen Durchfällen bis zu Blut im Stuhl (mit freiem Auge sichtbar oder mittels Stuhltest), Bauchschmerzen, Gewichtsverlust oder Blutarmut.


Was ist zu beachten?

Selbstverständlich wird Ihnen in unserer Ordination die sanfte Darmspiegelung angeboten, das heißt Sie erhalten vor Beginn der Untersuchung eine Beruhigungsspritze mit einem Sedierungsmittel (Midazolam), bei Bedarf wird auch ein zweites Kurznarkotikum verabreicht (Propofol). Durch die Wirkung der Injektion werden Sie die Untersuchung „verschlafen“.
Zu beachten ist allerdings, dass Sie in den folgenden 24 Stunden nicht Auto fahren dürfen, keine Verträge unterschreiben sollen und auch nicht ganz unbeaufsichtigt den restlichen Tag verbringen sollten. Am besten, Sie lassen sich nach einer einstündigen Aufwachphase von jemandem abholen.
Wesentlich für eine gelungene Untersuchung ist natürlich eine gute Darmvorbereitung. Diese wird in einem Aufklärungsgespräch im Vorfeld genauestens besprochen. Planen Sie schon im Vorhinein den Tag vor der Untersuchung ab dem Nachmittag für die Darmvorbereitung ein!


Was steht im meinem Befund?

Unmittelbar nach Abschluss der Untersuchung erhalten Sie einen schriftlichen Befundbericht mit klinischer Diagnose und Photodokumentation.
Werden Gewebsproben entnommen, so ist der Befund in der Regel in der nächsten Kalenderwoche verfügbar und kann in einer Befundbesprechung im persönlichen Gespräch erklärt werden.