Gastroskopie

Die Magenspiegelung

Wann wird eine Magenspiegelung durchgeführt?


Viele Menschen leiden an Beschwerden des oberen Verdauungstraktes, wie Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen, Aufstoßen oder Oberbauchschmerzen. Dahinter kann sich eine Gastritis, eine Zwölffingerdarmentzündung, eine Speiseröhrenentzündung aber auch ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür verbergen.
Andererseits können auch so genannte Alarmsymptome wie Gewichtsverlust, Blut im Stuhl, Schluckstörungen oder Blutarmut Ausdruck einer zugrunde liegenden Erkrankung sein.
Die Gastroskopie bietet eine rasche, umfangreiche und gefahrlose Abklärung von Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarmes.

Was ist zu beachten?


Selbstverständlich wird Ihnen in unserer Ordination die sanfte Magenspiegelung angeboten, das heißt Sie erhalten vor Beginn der Untersuchung neben einer lokalen Rachenbetäubung auch eine Beruhigungsspritze mit einem Sedierungsmittel (Midazolam). Durch die Wirkung der Injektion werden Sie die Untersuchung „verschlafen“.
Zu beachten ist allerdings, dass Sie in den folgenden 24 Stunden nicht Auto fahren dürfen, keine Verträge unterschreiben sollen und auch nicht ganz unbeaufsichtigt den restlichen Tag verbringen sollten. Am besten, Sie lassen sich nach einer einstündigen Aufwachphase von jemandem abholen.

Was steht im meinem Befund?


Unmittelbar nach Abschluss der Untersuchung erhalten Sie einen schriftlichen Befundbericht mit klinischer Diagnose und Photodokumentation.
Werden Gewebsproben entnommen, so ist der Befund in der Regel in der nächsten Kalenderwoche verfügbar und kann in einer Befundbesprechung im persönlichen Gespräch erklärt werden. Folgende Spezialdiagnostik steht zur Verfügung:

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das das saure Milieu liebt und deshalb gerne den Magen besiedelt. Bei ungefähr 50% der Bevölkerung ist dieser Keim nachweisbar, sind gleichzeitig Symptome vorhanden oder gar ein Magengeschwür, ist eine einwöchige Antibiotikakur angezeigt.
Der Helicobacter wird in der Gewebsprobe, die im Rahmen der Gastroskopie entnommen und an ein Pathologisches Labor geschickt wird, nachgewiesen, in besonders hartnäckigen Fällen wird eine Kultur angelegt, um die wirksamen Antibiotika auszutesten.

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit von Gluten, einem Eiweißstoff, der in Getreideprodukten vorkommt, die bei voller klinischer Ausprägung zu Durchfällen, Gewichtsverlust und, bei Kindern, zu Gedeihstörungen führt. Neuesten Studien zeigen jedoch, dass die Erkrankung auch in subtiler Form vorkommen kann und sich oft lediglich durch eine leichte Blutarmut, erhöhte Leberwerte, Potenzstörungen oder z.B. Blähungen äußern kann. Die Diagnose erfolgt durch eine Gewebsprobe aus dem Zwölffingerdarm, in welcher sich mikroskopisch eine Verödung der Dünndarmzotten zeigt.